UN Klimakonferenz in Durban - Kapstadt Pressemitteilung

UN Klimakonferenz in Durban Kapstadt Pressemitteilung - Die UN-Konferenz COP 17 in Südafrika hat beim internationalen Waldschutz eine Schlüsselstellung. WWF warnt vor gigantischem Waldverlust bis 2030

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WWF Deutschland Presseinformationen - UN Klimakonferenz in Durban (COP 17) - Südafrika

Waldschutz ist Klimaschutz

   WWF Pressemitteilung
 

 

WWF warnt vor gigantischem Waldverlust bis 2030

Berlin, Durban, 28.11.2011 - Die weltweite Entwaldung kann und muss bis 2020 gestoppt werden, zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht des WWF, der auf dem Klimagipfel in Durban vorgestellt wurde. Gelingt es nicht die Kettensägen zu stoppen, hätte dies katastrophale Folgen. Der WWF rechnet bis 2030 mit einem Verlust von 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald. Bereits bis 2020 müsse damit gerechnet werden, dass mehr als eine halbe Million Quadratkilometer Wald verloren gehen.

 
 
 
 
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Die gigantische Abholzung würde mehr Emissionen freisetzen als der gesamte Verkehr in der Welt. Um dies zu verhindern, seien bis 2020 finanzielle Aufwendungen von 30 bis 50 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Geldern notwendig, so der WWF.

"Die Kosten durch den Klimawandel würden ein Vielfaches ausmachen", warnt Gerald Steindlegger, politischer Direktor der Wald- und Klimainitiative des WWF International.

Beim Waldschutz geht es nicht nur um die Lebensgrundlagen der Menschen und den Schutz der Artenvielfalt.

 
  WWF Deutschland Pressemitteilung - UN Klimakonferenz in Durban - Waldschutz ist Klimaschutz
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Waldschutz bedeutet auch Klimaschutz, denn die Abholzung der Wälder macht nahezu ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Ohne wirksamen Waldschutz, wie er auf der laufenden UN-Klimakonferenz in Durban beschlossen werden soll, würden bis 2030 rund 24 Gigatonnen CO2 freigesetzt werden, so der neue WWF -Bericht.

"Die Pflanzung von neuen Wäldern um den Waldverlust auszugleichen, ist keine Lösung", warnt WWF-Experte Gerald Steindlegger. "Junge Bäume würden frühestens 2040 so viel Kohlenstoff speichern, um diese Menge wett zu machen. Für das Weltklima ist das viel zu spät."

Die UN-Klimakonferenz COP 17 in Südafrika hat beim internationalen Waldschutz eine Schlüsselstellung. Der WWF ruft die Regierungen der Welt auf, die notwendigen finanziellen und technischen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen die Industrieländer ein Finanzierungsmodell vorlegen, nach dem die Entwicklungsländer für den Erhalt ihrer Wälder bezahlt werden. Ohne ein ausreichend dotiertes Instrument (REDD+) könne ein vollständiger Stopp der globalen Entwaldung nicht erreicht werden".

Der WWF tritt in Durban für einen Entwaldungsstopp bis 2020 ein. Ein solches Ziel könnte die Grundlage liefern für einen wirksamen internationalen Waldschutz. Im Detail geht es bei den Verhandlungen in Durban um nachhaltige Landnutzung, Rechtssicherheit, genaue Kontrollen und um ein transparentes und durchsetzbares Waldmanagement. Auch die Märkte für Holz- und Landwirtschaftsprodukte müssen nach nachhaltigen Kriterien gestaltet werden. Besonders wichtig sind hier die Wahrung der Rechte von indigenen Völkern und der lokalen Gemeinden.

Weitere Informationen:

Franko Petri
Pressesprecher WWF
Telefon +43-676-83488231
 
Telefonnummer Durban
Ansprechpartner:
Hermine Kleymann
WWF Deutschland +27 72 347 12 48
 
Jörn Ehlers
Leiter Pressestelle WWF Deutschland
Reinhardtstr.14
10117 Berlin
Tel.: 0 30 / 311 777 422
Mobil: 0151 188 54 922
Fax: 0 30 / 311 777 622
ehlers(@)wwf.de
 
Zwischenmeldungen
 
Jim Leape, Generaldirektor des WWF International zum Stand der Klimaverhandlungen in Durban

Auf dem Weg in eine 4 Grad wärmere Welt - USA blockieren Verhandlungen

Durban, 06.12.2011 - "Wir haben unsere Hausaufgaben noch nicht erledigt. Für die schwer vom Klimawandel betroffenen Länder steht bei den Verhandlungen viel auf dem Spiel. Wir dürfen nicht zulassen, dass wenige Regierungen wichtige Fortschritte blockieren. Wir brauchen ein faires, ehrgeiziges und rechtlich bindendes Übereinkommen. In Durban muss ein Paket geschnürt werden, das die Schaffung eines Grünen Klimafonds beinhaltet und einen Plan, um ihn mit ausreichend Geld zu füllen. Ausserdem brauchen wir eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto Protokolls.

Bislang konnte man sich nicht auf ambitionierte Emissionsreduktionsziele einigen. Es liegt noch kein einziges Szenario auf dem Tisch, das die Klimakatastrophe abwenden könnte. Die Ursache für dieses Manko sind nicht die Verhandlungen, sondern der fehlende politische Wille einiger Regierungen.

Als wir vor einer Woche nach Durban kamen, sprachen wir über ein Klimaschutzprogramm für die Zeit nach 2012. Wegen den USA und wenigen anderen Ländern reden wir jetzt über die Zeit nach 2020.

Wenn es nicht gelingt, die Klimaziele weiter zu schärfen und ein Massnahmenpaket bis 2020 auf den Weg zu bringen, führen uns die bisherigen Beschlüsse in eine vier Grad wärmere Welt.

Die USA behindern Fortschritte und agieren gegen die Eigeninteressen des Landes: Im vergangen Jahr mussten 47 von 50 Bundesstaaten der USA wegen Wetterkapriolen den Notstand ausrufen. 14 dieser Katastrophen kosteten jeweils mehr als eine Milliarde US Dollar. 

 
Zur Rede vom deutschen Umweltminister
 
Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland zur Rede des deutschen Umweltministers beim Klimagipfel im südafrikanischen Durban: 
 
Durban, 07.12.2011 - "Die versprochenen 40 Millionen Euro für den Grünen Klimafonds sind ein Anfang. Um dieses Instrument wirklich zum Erfolg zu führen, müssen weitere Schritte folgen. Geeignete Finanzquellen, um den Fonds zu füllen, sind eine Finanztransaktionssteuer und die Bepreisung des Flug- und Schiffsverkehrs. Der WWF hätte sich klarere Aussagen gewünscht, woher die angestrebten 100 Milliarden US Dollar herkommen sollen. 
 
Deutschland und die EU müssen jetzt Koalitionen schmieden, um die Verhandlungen voranzubringen. Der Umweltminister sollte zudem vor allem den Schulterschluss mit den Schwellenländern und den klimatisch besonders verwundbaren Staaten suchen, um gemeinsam voranzugehen." 
 
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