San Jagdtechnik - Kapstadt Südafrika Buschmänner

San Jagdtechnik Kapstadt Buschmänner lebten am Kap der Guten Hoffnung und benutzen für Ihre Jagd eine Treib- oder Hetzjagd. Mit einem Käfer- oder Pflanzengift töteten Sie die Wildtiere in Südafrika Urvölker

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Die meist ausgeübte Jagdart der San war die Pirschjagd. Sie wurde als Hetz- und Treibjagd unternommen, wobei das Wild zu Tode gehetzt wurde. Je grösser und kräftiger das Tier war, um so länger musste es gehetzt werden. Die Treibjagden dauerten zwischen 5 und 48 Stunden. Das Tier wurde soweit getrieben, bis es wegen Wassermangel und Erschöpfung keine Kraft mehr besass. Vorteil der Buschmänner war nicht ihre Schnelligkeit, sondern Ausdauer. Sie konnten stundenlang ein Wildtier ohne Pause verfolgen! Sie versteckten in Ihrem Jagdrevier Wasservorräte und waren somit selbst in regenarmen Gebieten für längere Jagden gut vorbereitet.

 
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Auch wurden Jagdmasken als Tarnung verwendet, wie der Kopf und Hals von einem Strauss oder das Fell von einer Antilope. Mit dieser nützlichen Verkleidung konnte sich der Buschmann an das Wild heranschleichen. Die Gruppe der Auin steckten auch vergiftete Pfeilspitzen in ein Strausennest. Der brütende Strauss verletzte sich an den Spitzen und starb. Auch wurden für die Jagd Fallgruben sowie verschiedene andere Teller- und Schlingfallen verwendet. Selbst Hunde wurden für die Jagd abgerichtet. Neben den geschilderten Techniken benutzen sie auch Hackensonden, womit sie Wildschweine, Hasen und andere Kleintiere erbeuteten. Nachdem sich die Tiere verfingen, wurden sie entweder aus dem Bau gezogen oder ausgegraben.

In nicht tierreichen Regionen wurden auch kleine Schlingfallen für Vögel verwendet. Es wurden kleine Stöcker um Samen gelegt. Unweit der Stelle ein grösserer Stock auf Spannung gebracht und mit einem dünnen Seil eine Schlinge um die Falle gelegt. Sobald ein Vogel eines der Stöcker bewegte, schloss sich blitzartig die Schlinge um den Vogel und er war gefangen.

Das vergiften von Wasserstellen wurde von einigen Gruppen auch angewendet, jedoch weniger in der Umgebung von Kapstadt. Die San, die mehr an der Küste lebten, kannten sich auch mit dem Fischfang aus, aber er spielte eine untergeordnete Rolle. Sie aßen auch andere Meeresfrüchte wie Langusten und verschiedene Muschelarten. Grosse Muschelschalen wie die Perlemoen wurden als Behälter oder Teller benutzt. Auch wurden Farben in den Muschelschalen angerührt.

Innerhalb der Familie kümmerte sich der Mann um die Jagd und die Frau um das Sammeln von Beeren, Wurzeln, Zwiebeln, Knollen und Früchten. Dazu benutzte die Frau einen Grabstock, um die Wurzeln oder Knollenfrüchte auszugraben. In Savannen- oder Wüstengebieten sammelten sie für die tägliche Wasseraufnahme die Tsamamelone oder Gemsbokgurke, die hohe Wasseranteile besitzen. In der Umgebung vom Kap fanden sie verschiedene Knollenarten aus der Familie der Irisgewächse wie die Watsonia, Babina, Homeria und Moreae. Sie kannten über 100 verschiedene Nutz- und Heilpflanzen, darunter auch welche für die Schmerzbehandlung. So wurden bei Frauenleiden das helle Wurzelstück einer Wasserpflanze als Linderung eingenommen.

Sie kannten sich mit den verschiedenen Pflanzen gut aus und konnten giftige und medizinische Pflanzenarten gut unterscheiden. Sie stellten Cremes aus Tierfetten her, die für die Wundbehandlung benutzt wurden. Sie wussten, daß Giftpflanzen in sehr geringer Form medizinische Wirkungen haben können. Darunter zählte auch der Milchbusch, der normalerweise hochgiftig ist.

Die Buschmänner benutzten im Westen von Südafrika den Milchbusch als Giftstoff für ihre Pfeile. Falls man einen Trieb vom Milchbusch trennt, dann kommt eine milchige Flüssigkeit zum Vorschein. Diese milchige Substanz wurde mit Feuer getrocknet und gleichzeitig konserviert. Somit konnten sie das Pflanzengift mit zur Jagd nehmen und benutzten es kurz bevor sie ein Wildtier anschossen. Weiter im Süden des Landes verwendet man die braune Flüssigkeit aus dem Körper von Diamphidia-Larven, die man unter Baumstümpfen ausgegraben hat. Die Flüssigkeit der Larve ist hochgiftig und wurde auch als Pfeilgift benutzt.

Als Hauptwaffe diente dem Buschmann Pfeil und Bogen. Selten wurden Keulen, Schleudern oder Speere benutzt. Bekannt als ''Buschmannsrevolver'' benutzte er einen kleinen Bogen mit ebenso kleinen Pfeilen. Die Pfeile bestanden aus einem Vorderteil, wo die Pfeilspitze aus einer Knochen- oder Holzspitze bestückt war. Am eigentlichen Pfeil wurde die Spitze verbunden, die mit Gift versehen war. In der Regel blieb die Pfeilspitze im Tier stecken und der restliche Pfeil fiel ab. Somit wussten die Jäger, daß sie das beschosssene Wildtier auch getroffen hatten.

Die Buschmänner zogen mit den Wildtieren durch die Umgebung vom Kap der Guten Hoffnung. In den Sommermonaten hielten sie sich in Küstenregionen auf. In der Umgebung von Hout Bay wurden auch Robben gejagd, weil diese eine einfache Beute waren. In der Winterzeit zogen sie mehr ins Hinterland, weil dort wärmere Temperturen herrschten. Innerhalb von einem Jahr legten sie Strecken von bis zu 4.000 km hinter sich.

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