Emily Hobhouse im Burenkrieg - Kapstadt Südafrika

Emily Hobhouse im zweiten Burenkrieg in Südafrika

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Emily Hobhouse - Zweiter Burenkrieg in Südafrika - Kapstadt Geschichte

Emily Hobhouse   Präsident Stephanus Johannes Paulus Kruger (auch Krüger geschrieben) geboren am 10. Oktober 1825 in Vaalbank bei Colesberg,
 gestorben am 14. Juli 1904 in Clarens in der Schweiz (im Exil) war von 1882 bis 1902 Präsident der Süafrikanischen Republik und am Burenkrieg beteiligt.   General Petrus Jacobus Piet Joubert geboren am 20. Januar 1834 in Cango bei Oudtshoorn,
 gestorben am 28. März 1900 in Pretoria war ein südafrikanischer Burengeneral und Generalkommandant der Südafrikanischen Republik von 1880 bis 1900 in Südafrika.   General Jan Christiaan Smuts geboren am 24. Mai 1870 in Malmesbury bei Kapstadt- gestorben am 11. September 1950 in Irene bei Pretoria   Politiker und Geschäftsman Cecil John Rhodes geboren am 5. Juli 1853 in Bishop’s Stortford,
 Hertfordshire,
 England und gestorben am 26. März 1902 in Muizenberg an der Atlanitkküste von Kapstadt. 
                 
   Emily Hobhouse
 
 
Emily Hobhouse - 9. April 1860 - 8. Juni 1926
 
Die englische Pfarrerstocher Emily Hobhouse besuchte Südafrika und geriet in den zweiten Burenkrieg. Sie kam in der Waterfront von Kapstadt am 27. Dezember 1900 an. Als sie England verließ, wusste sie nur, daß ein Kriegslager in Port Elizabeth besteht. Bei ihrer Ankunft in Kapstadt erfuhr sie von großen Lagern in Johannesburg, Bloemfontein, Irene, Norvalspont, Potchefstroom, Kroonstad und anderen Ortschaften. Sie erhielt nur die Genehmigung, das Lager in Bloemfontein zu besuchen.
 
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Biografie von Emily Hobhouse  

Am 22. Januar 1901 verließ sie Kapstadt und kam am 24. Januar in Bloemfontein an. Obwohl sie die Sprache Afrikaans nicht beherrschte, verstand sie sich sofort mit den Inhaftierten. Im Lager waren über 2.000 Gefangene, davon 900 Kinder. Die Hungersnot war gross und Wasser nicht ausreichend vorhanden. Der Krieg war nicht zu Ende und immer mehr Gefangene trafen in den Lagern ein.

Die Briten und Buren lieferten sich erbitterte Kämpfe. Die burischen Generäle Smuts, Botha und Hertzog verzeichneten am Anfang des Krieges Erfolge, aber die zahlenmässige Überlegenheit der Briten brachte die Wende im zweiten Burenkrieg. Die Burenrepubliken Oranje-Vrijstaat und Transvaal wurden von ihnen schnell erobert. Aufgrund der Überlegenheit der Briten änderten die Buren ihre Kriegstaktik und starteten einen Guerillakrieg.

Die Engländer antworten mit einem Krieg der verbrannten Erde. Viele Farmer wurden verhaftet und die Häuser samt Farmen einfach abgebrannt. Mit dieser Vorgehensweise wollte man sicher stellen, daß die Resttruppen der Afrikaner keine Unterstützung und Nahrung mehr bekamen. Der Feldmarschall Horatio Herbert Kitchener richtete in verschiedenen Regionen von Südafrika Konzentrationslager ein, wo die burischen Familien untergebracht wurden. Insgesamt waren über Eindrittel der Burenbevölkerung in diesen Camps inhaftiert!

Politiker und General Louis Botha (2. Burenkrieg) geboren am 27. September 1862 in Greytown - Provinz Natal,
 gestorben am 27. August 1919 in Pretoria war nach dem Buren Krieg Premierminister der Südafrikanischen Union  

Anbei eine kleine Aufstellung von den verschiedenen Gefangenenlagern:

Barberton, Heidelberg, Johannesburg, Meintjeskop, Irene & Van der Hoven's Drift bei Pretoria, Klerksdorp, Krugersdorp, Klerksdorp, Mafeking, Potchefstroom, Standerton, Vereeniging, Balmoral, Belfast, De Jager's Drift in Natal, Middleburg, Nylstroom, Pietersburg, Volksrust, Vryburg bei Kapstadt, Bloemfontein, Heilbron, Kroonstad, Norval's Pont, Vredefort Road, Aliwal North, Bethulie, Brandfort, Harrismith, Kromellenboog, Kimberley, Ladybrand, Orange River, Springfontein, Winburg, Pietermaritzburg, Howick, Isipingo, Merebank & Wentworth bei Durban, Colenso, Eshowe, Jacobs, Ladysmith, Mooi River, Pinetown, Port Elizabeth, East London, Kubusi, Uitenhage.

Viele Burenfrauen verloren Ihr Leben in den Gefangenenlagern der Briten nach dem 2. Burenkrieg in Südafrika  

Die Gefangenen wurde sehr schlecht versorgt und die hygienischen Zustände waren schrecklich. Emily Hobhouse erkannte das grosse Elend und richtete Krankenstationen ein, damit sich der Zustand der Inhaftierten verbesserte. Sie konnte nicht in allen Lagern gleichzeitig helfen und es starben viele Frauen und Kinder in anderen Camps.

Über 26.000 Gefangene starben auf Grund fehlender Ernährung. Krankheiten und Epidemien breiteten sich in den Lagern schnell aus und ein Massensterben setzte ein! Über 22.000 Kinder unter 16. Jahren starben an Masern, Ruhr, Typhuns, Bronchtis, Lungenentzündungen und anderen Krankheiten.

Sie sah nur eine Chance, die englische Presse über dieses grosse Unrecht zu unterrichten und die Politiker des Landes kamen unter Druck. Sie schrieb das Buch: "The Brunt of the War", wo sie über das schreckliche Leben in den Lagern berichtete. Aufgrund ihrer Initiative veränderte sich das Leben der Burenfamilien in den Camps und viele konnten die Lager verlassen.

Falls Sie bei Ihren Reisen in Südafrika die Stadt Bloemfontein besuchen sollten, so können Sie den Hochzeitsschleier von Emily Hobouse im Büro der Oranje Vrouevereniging als Andenken an ihre grossen Taten besichtigen. Das spätere Leben von Emily war auch nach dem Krieg mit Südafrika eng verbunden. Sie starb am 26. Oktober 1926 in England. Ihre Asche fand ihre letzte Ruhstätte in einer Nische an der Frauenklinik Memorial in Bloemfontein.

Nach dem Ende des Krieges und den Folgejahren wanderten viele Burenfamilien aus Südafrika aus. Grosse burische Gemeinden finden Sie in der heutigen Zeit in Australien, Neuseeland und Großbritannien.

Der Mord an über 22.000 Kindern in den Konzentrationslagern ist bei vielen Afrikanern jedoch bis in der heutigen Zeit nicht in Vergessenheit geraten!

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